FDP Ganderkesee

Aktuelles

Wandel im Berufsförderungswerk: Neuzuschnitt sichert Zukunft des BFW in Bookholzberg

Berufsförderungswerk Bookholzberg
Ortstermin im Neubau: Jörg Barlsen (r.) erläutert den FDP-Politikern den Strukturwandel im Berufsförderungswerk. Foto: Thorsten Konkel

Bookholzberg. Das Berufsförderungswerk (BFW) Bookholzberg unterzieht sich einem tief greifenden Wandel, der auch deutliche bauliche Veränderung umfasst. Darüber, wie die Bildungseinrichtung vor Ort einen siebenstelligen Eurobetrag in ihre Zukunft investiert, haben sich am Mittwoch Ganderkeseer FDP-Politiker sowie der FPD-Landtagsfraktionsvorsitzende Christian Dürr von Geschäftsführer Jörg Barlsen informieren lassen.

„Die Zeiten ändern sich, das BFW passt sich an“, umschrieb die Ganderkeseer FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel den Umstand, dass immer weniger Rehabilitanden eine vollständige Umschulung – die einer neuen Ausbildung entspricht – benötigen. „Wenn jemand mit 40 Jahren oder älter Leistungen zur Teilnahme am Arbeitsmarkt benötigt, dann will er keine zwei Jahre vor Ort im Internat leben, fernab von seiner Familie“, erläuterte Barlsen den Umstand, dass eine zunehmend ältere Klientel neue Aus- und Fortbildungskonzepte benötig.

Neues Reha-Konzept

Das neu aufgelegte Reha-Konzept sieht vor, so viel Bildung wie möglich in die Fläche zu bringen, anstelle die Umschüler an einem Ort zu konzentrieren. „Das kann etwa dadurch geschehen, dass Ausbildungen nicht mehr zwei Jahre lang am Standort, sondern teils hier und teils in Unternehmen erfolgen“, beschrieb Barlsen einen Aspekt der neuen Flexibilität und vor allem Individualität des Bildungsangebotes.

Flexiblere Ausbildung

Denn während es früher vor allen darum ging, in festen Berufen auszubilden, stehe heute das „Assessment“, die Erfassung der Eignung des Rehabilitanden zu seiner Qualifikation an. Weniger Schüler am Standort, das setzte räumliche Ressourcen frei. Aus Werkhallen entstehen darum gerade Schulungsräume und Büros. Was mittelfristig mit den Internatsräumen geschieht, stehe noch nicht fest.

Zunächst keine Flüchtlinge ins Internat

Einer reinen Unterbringung von Flüchtlingen, ähnlich wie im Haus Cristina des BFW, wo im Juni mit der Belegung begonnen werden soll, stehe eine grundsätzliche Hürde entgegen: „Flüchtlinge ohne Bezug zum BFW, dazu Umschüler unter einem Dach, das passt so nicht zusammen“, räumte Barlsen ein. Langfristig könnte das BFW aber eine Qualifizierung oder Rehabilitation von traumatisierten Migranten anbieten, blickte er auf ein potenziell neues Geschäftsfeld.

Spieldorf wird freigegeben

Auch das Spieldorf steht zur Disposition:

Die 90.000 Euro Unterhalt pro Jahr könnte der Förderverein für das Informationszentrum zur Freilichtbühne Stedingsehre stemmen. Dessen Vorsitzender Dietmar Mietrach war am Mittwoch schon mit Jörg Barlsen in Gesprächen.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 27.04.2016


Berufsförderungswerk: Spieldorf wird im Sommer frei

Berufsförderungswerk Bookholzberg
BFW-Geschäftsführer Jörg Barlsen (rechts) führte Marion Daniel (von links), Hans-Jürgen Hespe, Christian Dürr und Marion Vosteen vom FDP-Ortsverband Ganderkesee durch den grundsanierten Gebäudekomplex.
Bild: Karoline Schulz
 
Fusion mit BFW Goslar und Neubau werden groß gefeiert
Karoline Schulz        

Geschäftsführer Jörg Barlsen berichtete über ein neues Reha-Konzept. Anlass war ein Besuch des FDP-Ortsverbands.

Bookholzberg „Hier ist immer alles im Fluss: Die Zeiten ändern sich – das BFW passt sich an“, fasste FDP-Fraktionschefin Marion Daniel den Eindruck zusammen, den der FDP-Ortsverband in der Vergangenheit bei Besuchen des Berufsförderungswerks (BFW) Weser-Ems in Bookholzberg gewonnen habe. Am Mittwoch stand wieder ein solcher Besuch an, bei dem sich Mitglieder des FDP-Ortsverbands Ganderkesee über Neuigkeiten aus dem BFW informieren wollten.

Jörg Barlsen, Geschäftsführer der BFW Weser-Ems und Bad Pyrmont, hatte allerlei zu berichten: etwa zum neuen Reha-Konzept, das auf die berufliche Rehabilitation „in der Fläche“ setze – auch vor dem Hintergrund, dass eine Fusion mit dem BFW Goslar zu einer neuen gemeinnützigen Gesellschaft anstehe (die NWZ  berichtete). Insbesondere das Assessment, also die Feststellung des Qualifizierungsbedarfs, finde zunehmend dezentral, in Wohnortnähe statt.

Der Bedarf an herkömmlichen Umschulungen – jahrzehntelang das Kerngeschäft des BFW – mache noch etwa „zwei Drittel bis drei Viertel“ der Maßnahmen aus, so Barlsen. Stark im Kommen seien Anpassungsqualifizierungen, um Rehabilitanden passgenau für neue Beschäftigungsverhältnisse vorzubereiten.

Die Immobilien auf dem BFW-Gelände – etwa das Internatsgebäude – sind schon heute nicht mehr voll ausgelastet. „Wir werden künftig noch weitere Flächen freistellen können“, sagte Barlsen im Zusammenhang mit der Nutzung des Spieldorfs, das aktuell noch für das Assessment genutzt wird. Nach Abschluss der Bauarbeiten auf dem Gelände wird es der Arbeitskreis Freilichtbühne Stedingsehre nutzen (die NWZ  berichtete). Während der Sommerpause soll laut Barlsen der Umzug in die dann sanierten Gebäudekomplexe erfolgen, im Oktober könne dann der Arbeitskreis anrücken.

Eine Absage erteilte Barlsen der Unterbringung von Flüchtlingen auf dem BFW-Gelände. Losgelöst vom Kontext einer Reha-Maßnahme wäre das Konfliktpotenzial zu hoch, ist der BFW-Geschäftsführer überzeugt. Sehr wohl sei das BFW aber bereit, sich im Bereich des Assessments um (traumatisierte) Flüchtlinge zu kümmern. Auch in diesem Bereich werde künftig Rehabilitationsbedarf entstehen, ist sich Barlsen sicher.

Am 3. November steht auf dem BFW-Gelände eine große Feier an: Dann sollen 70 Jahre BFW Weser-Ems, die Fusion mit dem BFW Goslar und der Einzug in die von Grund auf sanierten Gebäude gefeiert werden. Ein „siebenstelliger Betrag“ sei in den Umbau geflossen, so Barlsen.

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 28.04.2016



FDP Ganderkesee - Die Liberalen (www.fdp-ganderkesee.de)