FDP Ganderkesee

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Mensa stärkt die Gemeinsamkeit

OBERSCHULE Essens-Ausgabe in Bookholzberg läuft seit Januar reibungslos

FDP-Politiker besichtigten die neue Mensa in Bookholzberg. Sie ist wichtiger Bestandteil des Ganztagsangebots.
VON HERGEN SCHELLING

Wer die neue Mensa in der Oberschule an der Ellerbäke während des Mittagessens betritt, versteht die dringendsten Wünsche der Schüler für diesen Raum: "Vorhänge" will ein Mädchen, "Pflanzen" fordert ein Mitschüler - alles, was den Schall dämpft, wäre schön, sagten die Fünftklässler den Besuchern von der Ganderkeseer FDP, die sich am Dienstag ein Bild von den Veränderungen in der Oberschule machten.

Denn ziemlich laut ist es, wenn das Stimmengewirr von vergnügt plappernden Kindern sich mit Tellerklappern und Besteckklirren zum Töne-Tohuwabohu mischt, das von nackten Wänden und großen Fensterfronten widerhallt. "Da wird sich noch was verändern", versicherte Sieglinde Jahn vom Fachdienst Schulen im Rathaus, die mit Schulleiterin Daniela Feldhaus den Liberalen den großen, hellen Speiseraum mit 120 Plätzen präsentierte. 10000 Euro stehen im Etat für die Mensa noch zur Verfügung, gemeinsam mit Lehrern und Schülern werde die Gemeinde das weitere Vorgehen beraten.

Abgesehen vom Schallpegel sind Fachdienst und Schulleitung aber höchst zufrieden mit der neuen Mensa, die im vergangenen Herbst für rund 130000 Euro geschaffen wurde. In den ersten Wochen habe man improvisieren müssen, aber seit Januar laufe der Betrieb reibungslos, berichtete Daniela Feldhaus. Dazu tragen auch freiwillige Helferinnen wie Gisela Motz bei, die das vom Catering-Service "Meyer-Menü" gelieferte Essen austeilen. Die Gemeinde unterstützt sie in Person von Anke Bernett.

Die neue Mensa ist eine wesentliche strukturelle Voraussetzung für das vor eineinhalb Jahren gestartete verpflichtende Ganztagsangebot an der Ellerbäke: Die Fünft- und Sechstklässler haben an zwei Nachmittagen - dienstags und donnerstags - Unterricht und können mittwochs noch zusätzliche Kurse und AG's besuchen. Für die älteren Jahrgänge ist das Ganztagsangebot freiwillig.

Das gemeinsame Mittagessen ist dabei nicht nur für Ernährung und Regeneration wichtig, sondern auch unter sozialen Aspekten: Es stärkt den Zusammenhalt und die Identifikation mit der Schule. Niemand werde gezwungen, ein Menü zu abonnieren, aber alle sollten sich in der Mensa aufhalten, erklärt Daniela Feldhaus. "Viele bringen sich etwas von zu Hause mit"
.

Noch werde das verpflichtende Ganztagsangebot in Bookholzberg zögerlich angenommen, bedauerte Sieglinde Jahn. Viele Kinder aus dem Norden der Gemeinde seien zuletzt in Ganderkesee angemeldet worden, wo die Ganztagsschule freiwillig ist. Das werde sich zurechtrücken, glaubt Jahn, wenn sich das gute Angebot (und Essen) in Bookholzberg herumspreche.

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 25.02.2015


Sozialarbeit zeigt Erfolge: Bookholzberger Oberschule stärkt das Wir-Gefühl beim Mittagstisch

Ganderkesee. Über die Rolle der Mensa in der Schulsozialarbeit hat sich am Dienstag die FDP-Fraktion in Bookholzberg informiert. Das gemeinsame Essen stärkt dort das Wir-Gefühl der Oberschüler.

Seit dem Schuljahr 2013/14 ist die Oberschule an der Ellerbäke teilgebundene Ganztagsschule: Für Fünft- und Sechstklässler ist der Unterricht an zwei Nachmittagen in der Woche verpflichtend, auch das gemeinsame Mittagessen gehört dazu.

FDP fordert seit Jahren Ganztagsschule

Die FDP habe sich seit Jahren für ein durchgängiges Ganztagskonzept eingesetzt, erinnerte die FDP-Fraktionsvorsitzende Marion Daniel. „Es kann nicht sein, dass wir in Kindergärten Nachmittagsgruppen schaffen, an Grundschulen Horte und dann an weiterführenden Schulen Schluss damit ist“, bekräftigte sie. Der Bedarf werde in den kommenden Jahren noch steigen.

Angebot wird schleppend angenommen

Derzeit ist das zumindest im Nordteil der Gemeinde noch nicht so: „In diesem Schuljahr haben wir 56 Fünft- und 65 Sechstklässler“, berichtete Daniela Feldhaus. Viele Eltern im Nordteil hätten Angst vor dem Ganztagskonzept, sie wollten ihre Kinder nicht auch noch am Nachmittag in der Schule haben. Darum hätten sie den Nachwuchs bewusst an der Oberschule in Ganderkesee angemeldet, räumte sie ein.

Vorbildliche Schule

Dabei kümmere sich die Schule vorbildlich um die Schüler: „Fast alle Nachmittagskräfte sind Lehrer“, betonte Feldhaus. Um das Lernen in einem positiven Miteinander zu ermöglichen, ist längst auch das Sozialtraining fester Bestandteil im Stundenplan der 5. Klassen. Die Sozialpädagoginnen Nina Verena-Müller und Mechthild Heidtkamp helfen den Kindern ebenso wie die Klassenlehrer dabei, Team- und Konfliktfähigkeit zu entwickeln und ein Wir-Gefühl zu erleben.

Im November 2011 sah das noch anders aus: Die damals kommissarische Schulleitung berichtete im Schulausschuss von immer mehr Kindern und Jugendlichen mit Auffälligkeiten im Sozialverhalten und im sozial-emotionalen Bereich.

Schulsozialarbeit wirkt

Mit nun 1,5 Vollzeitstellen für die Schulsozialarbeit scheinen die Probleme passé zu sein: Durch die Tischgruppen und die mitspeisenden Fachkräfte entwickele sich in der Mensa eine Tischkultur, wie sie ähnlich in Familien stattfinde, sagte Feldhaus und betonte: „Unser Konzept hilft, die Schüler entwickeln sich gut.“

Mensa soll noch schöner werden

Die jüngst abgeschlossene Mensaerweiterung hatte sich die Gemeinde rund 300000 Euro kosten lassen. Doch ist die Umgestaltung noch nicht abgeschlossen. Um aus der noch kargen Speisestätte eine „Chill-Lounge“ zu machen, arbeitet eine Gruppe von Schülern und Sozialarbeiterinnen an Ideen, darunter Bilder und Sitzmöbel. „Es gibt noch genug Mittel, um die Mensa wohnlicher zu machen“, sagte Fachbereichsleiterin Sieglinde Jahn.


Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 25.02.2015



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