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Retter spüren demografischen Wandel
 

ROTES KREUZ Älter werdende Gesellschaft erfordert mehr Einsätze - FDP zu Gast im neuen Zentrum

Seit einem Jahr ist das Rote Kreuz an der Urneburger Straße heimisch. Die Bedingungen haben sich enorm verbessert.
VON HERGEN SCHELLING

Der demografische Wandel wirkt sich auf alle Bereiche des Lebensalltags aus - zwangsläufig bleibt auch das Rettungswesen nicht von den umwälzenden Veränderungen verschont: "Immer weniger Jüngere müssen für immer mehr Ältere immer mehr tun", beschrieb Gerold Sprung, Kreisvorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), die Herausforderungen am Freitag, als eine Gruppe von FDP-Politikern dem DRK im neuen Rettungszentrum Ganderkesee einen Informationsbesuch abstattete.

Für den Rettungsdienst bedeutet das: Sanitäter und Notärzte fahren mehr Einsätze, weil in einer älter werdenden Gesellschaft häufiger akute Erkrankungen auftreten - auf der anderen Seite gibt es weniger junge Menschen, die bereit und in der Lage sind, die hauptamtlichen Retter zu unterstützen. "Es wird immer schwieriger, Ehrenamtliche zu finden", sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Vosteen. Hinzu komme, dass die freiwilligen Helfer genauso qualifiziert sein müssten wie die Berufs-Retter. "Der Dienst wird immer professioneller", ergänzte Sprung.

Umso glücklicher sind die Rot-Kreuzler, dass sie in Ganderkesee jetzt endlich auch professionellere Rahmenbedingungen vorfinden: "Wir haben uns enorm verbessert durch den Umzug von Bookhorn hierher", freut sich die Leiterin der Rettungswache, Michaela Osigus. Wie berichtet, hatte das DRK Ende 2013 (Anfang 2014 den langjährigen Standort in der alten Schule in Bookhorn geräumt und an der Urneburger Straße in Ganderkesee die Räume der an den Westring ausgesiedelten Feuerwehrtechnischen Zentrale bezogen, die mit großem Aufwand für die Zwecke der Rettungswache und des Ortsvereins saniert wurden. "Dafür sind wir dem Landkreis und der Gemeinde sehr dankbar", betonte Sprung, der aber auch das ehrenamtliche Engagement des Ortsvereins beim Umzug hervorhob.

Standards, die in Bookhorn zuletzt nur schwer oder gar nicht mehr erfüllt werden konnten, sind im neuen Rettungszentrum selbstverständlich: Das führte Michaela Osigus den Liberalen beim Rundgang eindrucksvoll vor Augen, etwa im hochmodernen Desinfektions- und Hygienetrakt. Auch die Ruhe- und Sanitärräume für die Mitarbeiter entsprechen jetzt den Anforderungen.

Von den großzügigen Räumlichkeiten, der modernen Technik und der Lage mitten im Ort profitiere aber auch der ehrenamtliche Bereich, erklärte Gerold Sprung. Das Rote Kreuz könne nun wieder mehr soziale Aufgaben übernehmen. Und auch die Nachwuchsarbeit wird erleichtert. Das in Bookhorn zuletzt "eingeschlafene" Jugendrotkreuz blüht an der Urneburger Straße wieder auf: Gut 20 Mitglieder in zwei Gruppen gibt es mittlerweile. Damit steigt für das DRK in Ganderkesee die Hoffnung, für den demografischen Wandel gerüstet zu sein.

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 08.02.2015



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