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FDP will Geld für Flüchtlingsbetreuung
 
ASYL Dürr: Land muss Kreise entlasten - Arbeitsverbot sollte abgeschafft werden

Nach der CDU (die NWZ berichtete) fordert nun auch die FDP mehr Geld für die Landkreise in Sachen Flüchtlingsbetreuung. "Die knapp 6000 Euro, die das Land pro Flüchtling und Jahr erstattet, reichen längst nicht mehr aus", so der in Ganderkesee lebende Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion. "Das Land muss sicherstellen, dass für die Kommunen und Kreise kein wirtschaftlicher Schaden entsteht", so Dürr beim NWZ -Redaktionsbesuch.

In diesem Jahr rechnet der Landkreis Oldenburg, wie berichtet, mit 700 000 Euro Mehrkosten bei der Flüchtlingsbetreuung. Und wenn die Sätze nicht erhöht werden, dürfte die Summe schnell weiter steigen. Rund 250 Flüchtlinge wurden zuletzt im Kreis betreut. Etwa noch einmal so viele müssen kurzfristig von den Kommunen aufgenommen werden.

Dürr sieht die Unterbringung gerade im Landkreis Oldenburg problematisch. "Dass Wohnraummangel herrscht, ist ja bekannt", sagt er. Gleichwohl setzt der Politiker darauf, dass die Unterbringung vor Ort entschieden wird. "Das wird für alle Gemeinden eine Herausforderung", so der FDP-Politiker.

Neben einer finanziellen Verbesserung für die Kommunen mahnt er diverse Änderungen an. "Es ist eine alte Forderung der FDP, den Flüchtlingen das Arbeiten nicht zu verbieten." Dass zum Beispiel jemand, der aus Syrien geflüchtet sei, hier nicht oder nur nach Überwindung hoher Hürden arbeiten darf, müsse geändert werden. "Es ist auch eine Form der Integration, wenn die Menschen hier einer Berufstätigkeit nachgehen können", sagt Dürr. Zumal ja nicht absehbar sei, wie lange sie in Deutschland bleiben.

Verbesserungen fordert er auch in den Zentralen Aufnahmestellen ein. Da sollte sofort mit Deutsch-Kursen begonnen werden. Außerdem müsste man die Flüchtlinge dort besser auf das Leben in Deutschland vorbereiten.

In diesem Zusammenhang plädiert Dürr auch dafür, die Grundschulen besser mit Sozialpädagogen auszustatten. "Die Flüchtlingskinder sind ja schulpflichtig." Sie kämen oftmals aus Kriegsgebieten, sprächen kein Deutsch und würden einfach in die Schulen geschickt. "Da muss mehr Unterstützung her - für Kinder wie für Lehrer."

Quelle: Nordwest-Zeitung vom 22.08.2014



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