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Tagesmütter sollen in Randzeiten aushelfen

Kinderbetreuung bei FDP Thema
Bookholzberg (mr). Einen Fokus auf das Thema Kinderbetreuung in Ganderkesee und im Landkreis hat der FDP-Ortsverband bei seiner Mitgliederversammlung am Montagabend im Schwarzen Ross gelegt. Zu Gast waren Edeltraut Helms, die Vorsitzende des Vereins Kindertagespflege in Oldenburg, Delmenhorst und im Landkreis, sowie Sandra Eggers, eine Tagesmutter aus Bookholzberg.

Gerade in den letzten Jahren haben sich die Anforderungen an Tagesmütter sehr verändert, so Edeltraut Helms. Das treffe durch den Ausbau von Kindergärten und -tagesstätten die Arbeitszeiten vieler Betreuer. Immer häufiger fragten Eltern nach den sogenannten „Randzeiten“, die durch Kindergärten seltener angeboten werden. Diese erstrecken sich zum Beispiel ab 6 Uhr morgens, oder auch von 17 Uhr bis 21 Uhr. Dabei habe die Betreuung durch Tagesmütter einige Vorteile: Kleine Gruppen oder flexiblere Betreuungszeiten etwa. So könne eine Tagesmutter die gute Alternative oder Ergänzung zur Betreuung im Kindergarten oder der Kita sein.

Stolperstein für viele Tagesmütter sei aber der niedrige Stundenlohn, festgelegt durch einzelne Gemeinden oder den Landkreis: So verdienen Tagesmütter in der Stadt Oldenburg 4,50 Euro, in Delmenhorst etwa 4,20 Euro und im Landkreis 3,58 Euro pro Stunde. Nur im Landkreis jedoch bestehe die Möglichkeit, den Stundenlohn privat etwas zu erhöhen. Auch besteht der Wunsch, die Betriebsausgabenpauschale zu erhöhen. Diese errechnet sich aus allen Ausgaben, die eine Tagesmutter hat, wenn sie Kinder zuhause betreut.

„Für die Zukunft würden wir uns wünschen, dass etwas mehr Kooperation zwischen den Kindergärten, Kitas und den Tagesmüttern entsteht. Beispielsweise könnten Kindergärten die Tagesmütter als Ergänzung für Eltern anbieten, die auch außerhalb regulärer Betreuungszeiten noch Hilfe benötigen“, erklärt Helms.

Quelle: Delmenhorster Kreisblatt vom 10.07.2014



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